<%@ Language=JavaScript %>Kleingärtnerverein Kiel-Suchsdorf e.V. von 1948

Zurück zur  Startseite

Kleingärtnerverein 
Kiel-Suchsdorf e.V. 

Inhaltsübersicht

Lageplan

Freie Gärten

Gebühren

Kontakte

Aktuelle Termine

Vorstandsmitteilungen

Fachberater

Satzung

Gartenordnung

Links

Impressum


Startseite -> Gartenordnung


Kleingärtnerverein Kiel – Suchsdorf e.V.

Gartenordnung

                                                                  Vorwort

Das Ziel des Kleingartenwesens ist am sinnvollsten zu verwirklichen, wenn die Pächter in einer Gartenanlage gemeinschaftlich zusammenarbeiten, aufeinander Rücksicht nehmen, die Gesamtanlage und ihre Gärten ordnungsgemäß bewirtschaften und pflegen. Die nachstehende Gartenordnung soll Aufschluss darüber geben, wie sich der Pächter in einer gemeinschaftlichen Anlage einzugliedern hat.

Die Gartenordnung ist ein Bestandteil der Vereinssatzung und des Pachtvertrages. Sie ist bindend für jeden Pächter.  

§ 1  

Das Wesensmerkmal des Kleingartens ist die vorwiegend kleingärtnerische Nutzung. Deshalb soll der Kleingarten Erholungszwecken, als auch einer vielfältigen Eigenversorgung mit gärtnerischen Produkten dienen. Das Ziel des Kleingartens soll eine Besserung der Lebenshaltung der Familie ermöglichen. Dies ist zu erreichen, wenn der Pächter seinen Garten mit den verschiedensten Gemüsearten, Frühkartoffeln und Obst im richtigen Verhältnis zueinander anbaut. Der Nutzen wird um so größer, wenn die dreifeldrige Fruchtfolge eingehalten wird. Daher dürfen einzelne Gemüsearten auf nicht mehr als einem Drittel der Gesamtfläche angebaut werden  

§ 2  

Gartenabfälle sind zu kompostieren. Ausgenommen hiervon sind lediglich mit pilzlichen Schädlingen befallene Pflanzenteile, die zu vernichten sind. Ein Verbrennen solcher Teile hat nur im Winterhalbjahr stattzufinden. Das Brennen an Wochenenden ist verboten. Es gelten die jeweiligen Bestimmungen der Stadt Kiel bzw. des Landes Schleswig-Holstein, die den Mitgliedern bekannt zu machen sind.  

§ 3  

Es dürfen nur Fäkalien von Pflanzenfressern in den Kompost gelangen. Diese sind zur Vermeidung von Geruchsbelästigung mit geeignetem Material zu durchmischen.  

§ 4  

Aus Pflanzenschutz bedingten Rücksichten sollen solche Gehölze, die Zwischenwirte für Pilzkrankheiten und tierische Schädlinge sind, nicht angepflanzt werden. Dazu gehören:

  

            Berberitzen (beverius vulgaris)                              Schneeball

            Wacholderarten (Birnengitterrost)                          Faulbaum
            Traubenkirschen (prunus serotina)                        Sadebaum

 

Der Pächter hat bei Anpflanzung aller Kulturen Rücksicht auf seinen Nachbarn zu nehmen. (Eindringen von Wurzeln, Schatten und dergleichen)  

§ 5  

Waldbäume, Weiden, Pappeln und große Bäume sind von der Anpflanzung im Kleingarten ausgeschlossen. Obsthochstämme sollten nicht angepflanzt werden, da sie nicht nur in der Pflege schwierig zu behandeln sind, sondern vor allen Dingen den Garten zu sehr beschatten.

Der Pflanzabstand von der Grenze beträgt bei Buschobst drei (3) Meter, bei Beerenobst ein (1) Meter. Heckenpflanzungen innerhalb der Gartenanlagen sind so anzupflanzen, dass die Bearbeitung und Pflege möglich bleibt und ist.  

§ 6

Der Pächter hat seinen Garten mit der vom Verein bestimmten Nummer zu kennzeichnen, soweit die Kennzeichnung nicht von anderer Seite vorgenommen worden ist.  

§ 7

Das Besitzrecht eines Kleingartens richtet sich nach dem BGB. Einfriedungen innerhalb der Gartenanlage dürfen am Rande sich direkt begrenzender Gärten
1 Meter Höhe nicht überschreiten. Zwischen den einzelnen Parzellen genügt eine
50 cm hohe Einfriedung. Die Verwendung von Stacheldraht ist verboten. Der Heckenschnitt darf mit Rücksicht auf vorhandene Nester unserer Singvögel nicht während der Brutzeit ausgeführt werden.  

§ 8

 1.    Die Pächter sind verpflichtet, die gemeinschaftlichen Wege innerhalb ihrer jeweiligen    Koppel rein und frei von Unkraut zu halten.

  2.   Das Nähere kann durch Koppelbeschlüsse geregelt werden. Satz 1. bleibt davon             unberührt. Das Betreten der Gartenanlage geschieht auf eigene Gefahr.

 

§ 9

Die Wege der Anlagen dürfen mit Motorfahrzeugen nur für Lasttransporte befahren werden. Diese dürfen nur zum Transport von schweren Lasten von und zum Garten, mit der sofortigen Be- und Entladung, befahren werden. Jegliches Befahren der Gartenwege der Anlagen ist werktags von 13:00 – 15:00 Uhr und an Wochenenden ab Samstag 13:00 Uhr untersagt.  

Das Abstellen von Personenwagen und Motorzweirädern in den Anlagen ist nicht gestattet, hierfür sind die in den Anlagen vorhandene Parkplätze zu benutzen.

Ausnahmeregelungen beschließt die Mitgliederversammlung. Radfahrer haben auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen.  

§ 10  

Der Pächter hat die polizeilichen und pflanzenschutzlichen Anordnungen
durchzuführen.  

§ 11

Das Waschen von Fahrzeugen ist aus Gründen der Grundwasserreinhaltung
nicht gestattet.

§ 12

Der Pächter, seine Angehörigen und Gäste haben alles zu vermeiden was die Ruhe, Ordnung und Sicherheit gefährdet oder das Gemeinschaftsleben in anderer Weise beeinträchtigt.

Handwerkliche Tätigkeiten und Rasen dürfen nur werktags, außer in der Zeit von 13:00 – 15:00 Uhr und samstags bis 13:00 Uhr, gemäht werden. Dieses gilt für jeden Rasenmäher, ob Hand-, Motor- oder Batteriebetrieb.Vom 01.10. – 30.04. fällt die Ruhezeit zwischen 13°° - 15°° Uhr auch Samstags (außer Sonn- und Feiertags) aus.

Stromerzeuger dürfen nur betrieben werden, um unmittelbar notwendige kleingärtnerische Arbeiten auszuführen (z. B. Betrieb einer Heckenschere). Der Dauerbetrieb zum erzeugen von Fernsehbildern, Schallwellen (Radio, Kassetten, CD usw.), Licht oder Batteriestrom ist nicht gestattet.   

Hunde müssen in der gesamten Anlage an der Leine geführt werden. Die Hundehalter haben die Hundehinterlassenschaften sofort zu entfernen.  

Das eigenmächtige Auslichten von Knicks ist nicht gestattet. Sie stehen unter Naturschutz und dürfen deshalb auch nicht an- oder abgegraben werden!

§ 13  

Dem Vereinsvorsitzenden oder einem von ihm Beauftragten, sowie Vertretern von Behörden ist der Zutritt in die Gärten, auch in Abwesenheit des betreffenden Pächters, gestattet, wenn dafür ein besonderer oder dienstlicher Grund vorliegt.

 

§ 14   Richtlinien über das Halten von Tieren  

1.      a)   Zu jeder Tierhaltung ist vorher die Genehmigung des Vereinsvorstandes einzuholen. Diese ist schriftlich zu erstellen.  

         b)     Voraussetzung hierfür ist, dass der betreffende Pächter die schriftliche Zustimmungseiner Gartennachbarn eingeholt hat und vorlegen kann. Eine Hundehaltung erfordert die schriftliche Zustimmung von mindestens 50% der Pächter der betroffenen Anlage.  

 

2.            Der Umfang der Tierhaltung hat sich in solchen Grenzen zu halten, dass der kleingärtnerische Charakter der Anlagen unbedingt gewahrt bleibt.

3.            Die erforderlichen Einrichtungen für die Tierhaltung sind so auszuführen, dass sie von den Wegen her nicht eingesehen werden können.

 

4.            Um nachbarliche Unzuträglichkeiten zu vermeiden, sind die Tiere so unterzubringen, dass sie, mit Ausnahme der Bienen, die Nachbargärten nicht aufsuchen können, und weder durch Geräusche, noch durch Geruchseinwirkung, Federflug usw. sich belästigend bemerkbar machen.  

5.            Die Bienenhaltung ist mit Einverständnis des Vereins und der Gartennachbarn in jeder Gartenanlage so zu fördern, dass eine ausreichende Befruchtung der Blütenpflanzen gewährleistet ist. Es wird empfohlen, Bienen der so genannten schwarmträgen Rassen zu halten.  

6.            Die Taubenhaltung bedarf außer der Bedingungen der Ziff.1 einer zusätzlichen Genehmigung durch das Liegenschaftsamt der Stadt Kiel.  

7.            Das Halten von größeren Tieren (Pferde, Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe und dergleichen), sowie Katzen (Vogelschutz) ist nicht gestattet.  

8.            Soweit die bisherige Tierhaltung mit den vorstehenden Richtlinien nicht im Einklang steht, ist darauf hinzuwirken, dass sie entsprechend angeglichen wird.  

9.            Alle Tierhalter haben eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, um bei evtl. auftretenden Schäden gegenüber Dritten gesichert zu sein.

 

Bauwerke  

Jeder Pächter ist verpflichtet, vor der Errichtung von Bauwerken die baurechtlich erforderliche Genehmigung einzuholen.

Der Bauantrag ist dem Vorstand zur Zustimmung vorzulegen.

Über die Größe von Gartenlauben, der Art von Baumaterialien, Feuerstellen, Lichtanlagen (Propangas und dergl.), dem Abstand von den Nachbarparzellen usw. bestehen baupolizeiliche Vorschriften, welche in jedem Fall beachtet werden müssen.

Die Nutzung von Gartenparzellen als Lagerplätze (gewerbliche Nutzung) oder die Errichtung von Garagen oder Abstellplätzen ist nicht gestattet.  

Kiel, im Januar 2005